11.3. Für den Fall, dass Sie Ihr Ticket über andere Kanäle als die Ticketbörse an einen Dritten übertragen möchten, z. B. als Geschenk, müssen wir das Ticket entsprechend dem unten in den Klauseln 11.4 ff. beschriebenen Verfahren neu personalisieren. Zu diesem Zweck müssen Sie den Namen und die E-Mail-Adresse der Person kennen, an die Sie Ihr Online-Ticket übertragen möchten. Sofern ein Vertragspartner nachweisen kann, dass er eine Sanktionsklausel zum Schutz eines berechtigten Interesses verwendet, und die Sanktion nicht exorbitant oder unannehmbar ist, gelten nun folgende Grundsätze: Ungeachtet etwaiger vertraglicher Bestimmungen haben die Gerichte jedoch klargestellt, dass sie die tatsächliche Art und den Inhalt des Vorgangs bei der Entscheidung, ob sie eine primäre oder sekundäre Verpflichtung auferlegt, umfassend überprüfen werden. Um sicherzustellen, dass Bestimmungen nicht in den Anwendungsbereich der Sanktionsklausel-Regel fallen, sollten die Parteien daher Bestimmungen als primäre Verpflichtungen strukturieren und gleichzeitig vernünftigerweise Bestimmungen ausarbeiten, um sicherzustellen, dass sie nicht als “verschleierte” Sanktionsklausel und damit als nicht durchsetzbar angesehen werden. 2015 formulierten die Richter lord Neuberger und Lord Sumption den Test für Strafklauseln wie folgt um: 2.6. Der Kaufvertrag über die Online-Tickets wird ausschließlich zwischen Ihnen und dem jeweiligen Veranstalter geschlossen. Soweit Veranstaltungen auf www.tickets.de beworben werden und der Interessensvorkauf, dass Tickets für diese Veranstaltungen verkauft werden, ausgeschlossen wird, stellt dies rechtlich nichts anderes als eine unverbindliche Aufforderung an Sie dar, ein Kaufangebot einzureichen (sog.

“invitatio ad offerendum”). Das bedeutet nicht, dass wir garantieren, dass noch Tickets für diese Veranstaltung verfügbar sind. Sobald Sie auf das Dialogfeld “Jetzt kaufen” unter “Warenkorb – Bestellung” geklickt haben, gelten Sie als angeboten, einen Vertrag abzuschließen. Wir nehmen Ihr Angebot im Auftrag des jeweiligen Veranstalters unmittelbar nach Abschluss des Bestellvorgangs per E-Mail entgegen. Sollte die Anzahl der Online-Tickets, die Sie kaufen möchten, aus welchen Gründen auch immer nicht verfügbar sein, werden Sie vor Vertragsabschluss darüber informiert und sind nicht mehr an Ihr Angebot gebunden. Leider behalten wir uns das Recht vor, Ihr Angebot ohne Angabe von Gründen für eine solche Ablehnung abzulehnen. 7.5. Sobald Ihr Online-Ticket verkauft ist, wird Ihnen dies im Menüpunkt “Tickets” durch den Hinweis “verkauft!” angezeigt. (verkauft!), und Sie erhalten eine Mitteilung von uns per E-Mail. Der Käufer erhält ein neues Online-Ticket, und Ihr Online-Ticket wird gleichzeitig gesperrt und berechtigt Sie nicht mehr zum Zugang zur Veranstaltung. Der Verkaufspreis des Online-Tickets wird Ihrem Konto oder Ihrem Kreditkartenkonto gutgeschrieben.

Der Unterschied besteht darin, dass die Sanktionsklausel im Gegensatz zu den liquidierten Schäden zusätzlich zur Entschädigung eine Sanktion gegen die nicht leistungsschwache Partei verhängen kann. Mit anderen Worten, Strafklauseln können zu überkompensierenden Sanktionen führen, um mögliche Verstöße gegen vertragliche Verpflichtungen zu verhindern. Es mag nicht immer möglich oder kommerziell wünschenswert sein, eine vertragliche Bestimmung als “primäre” Verpflichtung zu entwerfen – zum Beispiel, weil eine Partei die Möglichkeit behalten will, bei Vertragsverletzung Schadenersatz nach dem Common Law zu verfolgen. Ist dies der Fall und wird die Strafklauselregel angewendet, werden die Gerichte prüfen, ob die Bestimmung strafrechtlicher Natur ist.